Titel: Unter Brüdern
Autor: callisto24
Charaktere: David und Wayne Palmer
Kategorie: Drama
Thema: nach Season 4
Word Count: 520
Rating: PG-13
Anmerkungen: gehört alles 24, kein Geld, etc. ....
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“Bist du heute im weißen Haus?” fragte Wayne seinen Bruder. David schüttelte den Kopf. Logan hat mich eingeladen, aber das ist seine Pflichtübung bei jeder Veranstaltung.” “Und was ist mit Martha?”
David sah ihn an, mit dieser unvergleichlichen Ruhe im Blick, um die ihn Wayne schon beneidet hatte, als sie noch Kinder waren. Einer Ruhe, die durch nichts und niemanden zu erschüttern schien. Doch wie Wayne nur zu gut wusste, tobte der Aufruhr in seinem Inneren, gut verborgen vor Menschen, die ihn nicht kannten, vor Menschen für die er der Präsident geblieben war, das Sinnbild des Präsidenten, der sich mehr als einmal dazu in der Lage erwiesen hatte jede, aber auch wirklich jede Situation zu meistern. Shelly war die Einzige gewesen, die es hin und wieder geschafft hatte, an seiner Fassade zu kratzen, den heimlich vor sich hin lodernden Vulkan zum Ausbruch zu bringen. Und, wenn er es ehrlich zugab, so war er froh, dass mit ihrem Tod auch diese Flammen erstickt worden waren. Zumindest hatte er das geglaubt, bis David begonnen hatte sich für die Frau des Präsidenten verantwortlich zu fühlen. Martha Logan war mit Sicherheit nicht der einzige Grund für die andauernden Meinungsverschiedenheiten zwischen dem derzeitigen Präsidenten und David, aber mit Sicherheit der emotionalste. Diese Frau strahlte eine Schutzbedürftigkeit aus, die sich seit ihrem Zusammenbruch noch verstärkt hatte und die in David den Wunsch ausgelöst hatte, ihr zu helfen. Und nicht nur das. Wayne hatte mehr als einmal mit angehört, wie sein Bruder ihre scharfe Auffassungsgabe in politischen Zweideutigkeiten gelobt, und es bedauert hatte, dass er Logan selbst nicht mehr davon zugestehen konnte. “Martha hätte mich gerne dabei.” David blickte nachdenklich aus dem Fenster. “Du weißt, dass sie sich, gerade jetzt, nicht gerne unter so viele Menschen begibt, insbesonders, wenn ihr Mann vermutlich während der Feierlichkeiten zu viel zu tun hat, um sich ständig um sie zu kümmern.” “Vielleicht solltest du es dir dann doch überlegen, wenigstens für einen Moment dort vorbei zusehen. Martha würde sich freuen, Charles sich ärgern, und deine Teilnahme an den Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag, sichert dir eine Menge Publicity.” David grinste. “Du bist unverbesserlich, Wayne. Ich brauche keine Publicity mehr, besser gesagt, ich will sie nicht, zumindest nicht auf diese Art.” “Aber du legst Wert darauf gehört zu werden, nach wie vor. Und das eine geht nun mal nicht ohne das andere”, konterte der Bruder. “Glaub einem alten Profi!” David klopfte ihm kameradschaftlich auf die Schulter. “Du hast ja recht. Und Gott weiß, dass ich verdammt große Lust habe mich einzumischen, jedesmal, wenn ich bei Charles Manövern hilflos zusehen muss. Es ist mir unerklärlich wie er immer wieder schafft Kabinett und Parlament auf seine Seite zu bringen.” “Lassen wir das lieber”, lachte Wayne. “Bevor du mir wieder haarklein berichtest in welche Schwierigkeiten das amerikanische Volk bei dieser Administration gerät, solltest du lieber hin gehen, und dich aus erster Hand davon überzeugen. Dann kannst du wenigstens Martha aus diesem Sumpf aus Korruption erretten.” David wurde plötzlich ernst.
“Ich weiß, dass du es im Scherz meinst, aber eines Tages werden wir sehen, dass du näher an der Wahrheit bist, als wir es jemals erahnt hatten.
 
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