Titel: Weihnachten
Autor: callisto24
Fandom: 24
Charaktere: Tony, Michelle
Genre: Drama, m/m slash
Thema: nach Season 4
Word Count: 380
Rating: R
Anmerkungen: gehört alles 24, kein Geld, etc. ....
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Tony umarmte seinen Schwiegervater herzlich. Sein Gesicht verzog sich fröhlich in Feiertagsstimmung, seine Augen leuchteten, und sein Mund sprach höfliche Worte der Begrüßung. Es lag nicht in seiner Absicht, sich zu distanzieren, Michelles Eltern waren freundliche, liebe Menschen, ein wenig scheu und zurückhaltend vielleicht, gerade, wenn ein aufwendigeres Fest, wie Weihnachten auf dem Plan stand, und er wollte sich bemühen diese Tage für seine Frau und für sie, so angenehm wie möglich zu machen. Vor allem für Michelle, die so viel Geduld mit ihm bewiesen hatte, und immer noch tagtäglich bewies. Sie hatte etwas besseres verdient, als einen Mann, der, sofern nicht bereits körperlich abwesend, dann doch, sich innerlich, zumeist an einem anderen Ort befand. Sicherlich, er liebte sie, mehr als er ihr jemals würde zeigen können, aber er liebte auch Jack. Und gegen dieses Gefühl konnte er, selbst wenn er es wollte, nicht das Geringste ausrichten. Ihm blieb nur übrig damit zu leben, so gut es ihm eben möglich war die Sehnsucht in Zaum zu halten, und auszuharren, bis zu dem nächsten Treffen, das sie vereinbart hatten, das heimlich und in aller Stille stattfinden musste, nachdem jedes Risiko durchleuchtet, jede Gefahr gebannt worden war.
Wie sehr er es hasste, sich vorstellen zu müssen, dass Jack diese Tage allein verbrachte, ausgerechnet diese Tage, die man mit jemandem teilen sollte, der einem am Herzen lag, der einem mehr bedeutete, als alles andere.
Und wie gerne er diese Zeit mit ihm teilen wollte, ihm helfen, die Einsamkeit und die Verzweiflung zu verjagen, sie zumindest für ein paar Stunden fern zu halten. Er hatte mit dem Gedanken gespielt, hatte einen Weg, eine Ausrede gesucht, aber der Ausdruck in Michelles Augen, wenn sie von ihren Plänen für die Feiertage sprach, hatten ihn bei ihr festgehalten.
Seine Liebe, seine Dankbarkeit würden für immer ihr gehören, aber seine Leidenschaft, sein Verlangen war Jacks Eigentum, seit letztem Sommer, mehr als jemals zuvor. Tony küsste Michelles Mutter galant die Hand, machte ein Kompliment, dass sie erstrahlen ließ und wandte sich dann seiner Frau zu, um ihr den schönsten Abend ihres Lebens zu bereiten.
Doch sein Geist flog in die Ferne, hoch über die Dächer der Stadt, weit weg, bis er in einem abgeschiedenen Zimmer in einem abgelegenen Ort in der Einöde auf den traf, den er suchte.

 
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